{"id":162,"date":"2012-09-20T18:44:02","date_gmt":"2012-09-20T16:44:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.markuslinden.de\/?p=162"},"modified":"2012-09-20T18:48:18","modified_gmt":"2012-09-20T16:48:18","slug":"die-lytro-im-test","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.markuslinden.de\/?p=162","title":{"rendered":"Die Lytro im Test"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.markuslinden.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Aufmacher_Lytro.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-163\" title=\"Die Kamera \" src=\"http:\/\/www.markuslinden.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Aufmacher_Lytro-199x300.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.markuslinden.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Aufmacher_Lytro-199x300.jpg 199w, http:\/\/www.markuslinden.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Aufmacher_Lytro-681x1024.jpg 681w\" sizes=\"(max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a>Lange wurde sie angek\u00fcndigt, jetzt ist sie da: Die Lichtfeld-Kamera von Lytro. Wir haben eine der wenigen Kameras ergattert und ausprobiert, was die Lichtfeld-Knipse wirklich taugt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Lytro verkauft die Kamera zur Zeit nur in den USA, ein Versand nach Europa findet nicht statt. Interessenten in Europa m\u00fcssen sich auf Zweitm\u00e4rkten wie Ebay umschauen und meist deutlich mehr bezahlen als die offiziell aufgerufen knapp 400 Dollar, die die Kamera beim Direktkauf in den USA kostet. Aber bevor Sie jetzt den Rechner einschalten und nach einer Lytro suchen, sollten Sie vielleicht diesen Test bis zum Ende lesen \u2013 denn der Umgang mit der Lytro ist nicht gerade einfach. Und bei aller Anerkennung f\u00fcr die Leistung der Ingenieure der Lytro: Lichtfeld ist scheinbar immer noch keine Technologie f\u00fcr den Massenmarkt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><code><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/pictures.lytro.com\/Marlon\/pictures\/224290\/embed?token=80bac384-b926-11e1-9d98-12313922c461\" frameborder=\"0\" width=\"400\" height=\"415\"><\/iframe><\/code><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dabei haben sich die Marketingstrategen bei Lytro alle M\u00fche gegeben und sich einiges beim gro\u00dfen Bruder Apple in punkto Vereinfachung abgeschaut: Die Lytro hat nicht nur ein genauso ungew\u00f6hnliches wie edles Design, sondern kommt auch mit zwei Kn\u00f6pfen aus: Einem Ausl\u00f6ser und einem Ein-Ausschalter. Das dritte Bedienelement haben wir eher durch Zufall entdeckt: streicht man mit dem Finger \u00fcber die Oberfl\u00e4che oberhalb des Displays, so bewegt sich das 8-fach-Zoom. Um es gleich zu sagen: sehr schick, aber ebenfalls sehr unpraktisch, da man den Zoom st\u00e4ndig durch versehentliche Ber\u00fchrungen verstellt. Ein Stativgewinde oder einen Blitz(-schuh) sucht man vergeblich.<\/p>\n<p>\u00dcber die Brennweite des Hauptobjektivs macht Lytro keine Angaben; nach unseren Messungen reicht das Zoom analog Kleinbild etwa von 30 bis 240 mm. Die Blende steht fix bei f2, da bei Lichtfeldkameras die Blende des Hauptobjektivs mit der der Mikrolinsen vor dem Sensor \u00fcbereinstimmen muss. Aufgrund der ungew\u00f6hnlichen Quaderform h\u00e4lt man die Kamera wie ein dicke Zigarre zwischen den Fingern und bem\u00fcht sich, m\u00f6glichst senkrecht auf das Display zu schauen, da dieses stark blickwinkelabh\u00e4ngig ist.<\/p>\n<p><code><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/pictures.lytro.com\/Marlon\/pictures\/224289\/embed?token=3945d048-b926-11e1-8806-12313922cd53\" frameborder=\"0\" width=\"400\" height=\"415\"><\/iframe><\/code><\/p>\n<p>Die Gr\u00f6\u00dfe des Displays betr\u00e4gt etwa 26 mal 28 mm. Entsprechend schwierig ist die Bildgestaltung mit der Lytro, vor allem, da die Lichtfeld-Technologie ja noch besondere Anforderungen an die Bildgestaltung stellt. Denn das nachtr\u00e4gliche Fokussieren der Fotos mit der Maus macht nur Spa\u00df, wenn sich die Sch\u00e4rfeebenen deutlich voneinander unterscheiden \u2013 dazu m\u00fcssen aber die Bildinhalte deutlich gestaffelt von einander aufgebaut sein.<\/p>\n<p>Das Display der Kamera ist ber\u00fchrungssensitiv, so dass man nach dem Shooting die Bilder betrachten und auch hier schon den Fokus bei den fertigen Bildern verstellen kann. Aufgrund der geringen Gr\u00f6\u00dfe des Displays sind aber Sch\u00e4rfe\u00e4nderungen kaum sichtbar, so dass man erst zu Hause am Computer sieht, ob man tats\u00e4chlich Fotos im \u201eKasten\u201c hat, die den gew\u00fcnschten Effekte der nachtr\u00e4glichen Fokussierung zeigen.<\/p>\n<p>Hilfreich kann sein, \u00fcber das Touch-Display die Lichtfeld-Automatik abzuschalten und im sogenannten \u201eCreative Mode\u201c den Bereich, um den herum sich die Sch\u00e4rfe aufbauen soll, selbst zu bestimmen. Bei Makro-Aufnahmen hatten wir damit Erfolg, bei Telefotos nicht.<\/p>\n<p><code><iframe loading=\"lazy\" width=\"400\" height=\"415\" src=\"https:\/\/pictures.lytro.com\/Marlon\/pictures\/215010\/embed?token=325559d0-b5f1-11e1-913b-12313940809d\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/code><\/p>\n<p>Zuhause wird die Kamera per USB mit dem Computer verbunden. Die Software, die die Lichtfeldfotos aufbereitet und darstellt, befindet sich in der Kamera und wird automatisch installiert \u2013 allerdings nur an Apple-Ger\u00e4ten, nicht unter Windows. Nach Angaben von Lytro soll eine Windows-Version der Software nachgeliefert werden. Bis dahin k\u00f6nnen Fotografen ohne Apple-Computer mit der Lytro schlichtweg nichts anfangen, da keine andere Software die LFP-Daten (Light-Field-Pictures) verarbeiten kann.<\/p>\n<p>Die Software selbst kann die Fotos darstellen und exportieren. Will man die Lichtfeldfotos weiter geben, so muss man sie zwingend zu Lytro.com hochladen. Erst hier wird aus den Lichfelddaten eine Flash-Datei gerendert, die jeder im Internet anschauen kann. Dazu gibt es mehrere M\u00f6glichkeiten, die aber immer wieder \u00fcber den Umweg \u201eLytro-Server\u201c laufen: Kopie auf Facebook, Versand via Twitter oder aber die Freigabe auf Lytro.com. Will man die Flash-Dateien auf der eigenen Homepage pr\u00e4sentieren, so kann man den Code zum Einbetten von Lytro.com kopieren und einf\u00fcgen.<\/p>\n<p><code><iframe loading=\"lazy\" width=\"400\" height=\"415\" src=\"https:\/\/pictures.lytro.com\/Marlon\/pictures\/215012\/embed?token=dc549d74-b5f1-11e1-98c9-12313922c461\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/code><\/p>\n<p>Die Lichtfeld-Dateien k\u00f6nnen nicht bearbeitet werden \u2013 beschneiden, drehen oder Kontrastverbesserungen sind also nicht m\u00f6glich. Gestandene Diafotografen werden sich an diese Herausforderung zum sauberen Fotografieren noch erinnern. Man kann die Fotos auch als JPEGs exportieren. Dann steht der Fokuspunkt da, wo man ihn zuletzt in der Software hingelegt hat.<\/p>\n<p>Die JPEGs haben eine Aufl\u00f6sung von 1080 mal 1080 Pixel \u2013 das ist grade mal ein Megapixel und reicht noch nicht einmal f\u00fcr Prints im Format 9 mal 13 cm. Dazu kommt ein eher problematisches Rauschverhalten. Daher machen die Fotos nur online Sinn und auch nur als \u201eLiving Pictures\u201c, also in Form der ver\u00e4nderbaren Flash-Dateien. Letztlich ist die Lytro also eine \u201eFacebook-Kamera\u201c, deren Fotos die Freunde dann beliebig scharfstellen k\u00f6nnen \u2013 und nat\u00fcrlich auch die Gesichtserkennung von Facebook, die in Zukunft mit Lichtfeldfotos deutlich effektiver durchlaufen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lange wurde sie angek\u00fcndigt, jetzt ist sie da: Die Lichtfeld-Kamera von Lytro. 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