Eine fast gelungene Kombi

Moto-Z mit Hasselblad True Zoom

Moto-Z mit Hasselblad True Zoom

Lenovo ist derzeit der einzige Smartphone-Hersteller, der mit den Moto-Z-Modellen eine eigene Schnittstelle für Zubehörmodule anbietet. Mit dabei ist das „True Zoom“, ein Kameraaufsatz, der die rückwärtige Kamera des Smartphones ersetzt und es so mit einem 10-fach-Zoom und ein paar Bedienelementen einer echten Kamera erweitert.

Bei den Moto-Z-Modelle wird die rückwärtige Hülle lediglich durch Magneten gehalten. Sie lässt sich leicht abnehmen und durch die Module ersetzen. Im Test hielt das True Zoom bombenfest. Auch das Ausrichten ist kein Problem: Es schnapp automatisch richtig ein, die elektronische Verbindung wird sofort hergestellt.

Das Kameramodul hat einen einen Einschaltknopf, einen zweistufigen Auslöser und eine Zoomwippe. Drückt man auf den Einschaltknopf, so fährt das Zoom-Objektiv heraus und die Kameraapp des Smartphones öffnet sich. Ein Entsperren des Moto Z ist nicht nötig, man kann nach etwa einer Sekunde Fotos machen. Das 10-fach Zoom arbeitet schnell und präzise, lediglich der AF erscheint etwas lahm. Ein Hilfslicht unterstützt ihn bei schlechten Lichtbedingungen. Ist das Licht zu schwach, schaltet sich der Blitz des Kameramoduls ein. Er lässt sich abschalten, aber nicht weiter konfigurieren.

Götzenburg in Jagsthausen, fotografiert mit dem True Zoom

Götzenburg in Jagsthausen, fotografiert mit dem True Zoom

Die Belichtungseinstellungen lassen sich von Vollautomatik bis manuell einstellen, auf dem Display des Moto Z kann man das Messfeld für die Belichtung und den AF per Fingertip festlegen. Im Prinzip reichen die Einstellmöglichkeiten aus – im Test gelang es jedoch nicht, das True Zoom dauerhaft auf den Raw-Modus zu stellen. Nach jedem Einschalten wollte es wieder JPEGs aufzeichnen.

Das True Zoom wird vom Smartphone mit Strom versorgt. Im Test mit dem Moto Z Play konnte ich den ganzen Tag fotografieren und mich zwischendurch auch zu den besten Fotospots navigieren lassen, ohne das Geräte aufladen zu müssen.

Die Daten legt das Kameramodul auf dem Smartphone ab. JPEGs der 12-Megapixel-Kamera benötigen etwa 2,5 MB Speicherplatz, die Raws im DNG-Format belegen 26 MB. Etwas ärgerlich: Während sich JPEGs über die Android-Foto-App automatisch per W-Lan auf den Rechner übertragen lassen, muss man sich bei DNGs etwas anderes einfallen lassen. Lenovo liefert unser Moto Z Play mit Ladegerät, aber ohne Datenkabel (USB-C) aus. Dieses Kabel (ca. 7 Euro) muss man separat kaufen.

Pilze am Baum

Fotografiert mit dem True Zoom als DNG, entwickelt in Lightroom

Die JPEGs sind bei schlechten Lichtverhältnissen enttäuschend. Die Rauschreduzierung poliert Details gnadenlos glatt. Anders die DNGs: Hier kann man zum Beispiel mit Lightroom deutlich mehr aus den Bildern herausholen.

Das True Zoom ist eine gute Lösung, die noch etwas Feinschliff vor allem bei der Aufbereitung von JPEGs benötigt. Außerdem wäre ein etwas größerer Sensor als der verbaute 1/2,3-Zoll Sensor wünschenswert. Denn für Porträts mit weichgezeichnetem Hintergrund eignet sich das True Zoom so nicht.

Preis Moto-Z Play: 499 Euro

Preis True Zoom:  299 Euro

 

Lightroom Mobile 1.0

Presets können inklusive einer Vorschau auf die Fotos angewendet werden. Leider keine eigenen, sondern nur die mitgelieferten

Presets können inklusive einer Vorschau auf die Fotos angewendet werden. Leider keine eigenen, sondern nur die mitgelieferten

Mit der iOS-App Lightroom Mobile hat Adobe eine Art Beiwagen für seine Fotoworkflow-Software Lightroom 5 vorgestellt. Die App läuft derzeit einzig auf dem iPad (ab iPad 2, mind. IOS 7) und setzt sowohl eine Desktop-Version von Lightroom mit der gleichzeitig aktualisierten Version 5.4 voraus wie auch einen Zugang zu der Creative Cloud. Hierbei muss es sich um eine echtes Abo handeln – man ist also erst mit dem Angebot für Fotografen und daher erst ab etwa 13 Euro monatlich dabei. Käufer von Lightroom 5 und der Versionen davor bleiben außen vor.

In der Desktop-Version von Lightroom markiert man die Sammlungen, die mit dem iPad synchronisiert werden sollen. Ordner oder Smart-Sammlungen können übrigens nicht abgeglichen werden.

Ab der Version 5.4 gibt es einen Dialog zur Anmeldung in der Creative Cloud. Ist hier das Passwort eingetragen, so beginnt Lightroom mit der Erstellung der Smart-Previews und lädt diese bei bestehender Internetverbindung hoch. Nach der Anmeldung von Lightroom Mobile werden die Sammlungen herunter geladen. Da es sich um Smart-Previews handelt (die zudem nur bei Markierung als „offline Bearbeitung“ komplett vorgehalten werden), hält sich der Speicherverbrauch in Grenzen. Serverseitig gibt es nach Angabe von Adobe keine Begrenzung, das Volumen der Fotos wird auch nicht zu den im Abo bereitgehaltenen 20 GB hinzugerechnet.

Auf dem iPad lassen sich die Fotos mit dem von der Desktop-Software her bekannten Grundset der globalen RAW-Retusche bearbeiten. Auch Veränderungen des Beschnitts sind möglich. Selektive Korrekturen, die gezielte Beeinflussung einzelner Farben oder das Applizieren eigener Presets ist nicht möglich. Lediglich die mit Lightroom mitgelieferten Bearbeitungspresets finden ihre Entsprechung in der iOS-Version.

Die Bearbeitung läuft auf dem iPad Air ausreichend schnell. Andere Raw-Editoren können da nicht mithalten-  was aber auch daran liegt, dass am IPad nur mit der Bildschirmauflösung gearbeitet wird und die Änderungen später am Computer in Highres gerendert werden. Gut gefällt auch die Diashow-Funktion, die zwar wenige, aber dafür sinnvolle Optionen bietet.

Enttäuschend sind die Verwaltungsmöglichkeiten von Lightroom Mobile. Sie erschöpfen sich in der Möglichkeit, Bilder zur Auswahl oder zum Verwerfen zu markieren. Jede Möglichkeit für Bewertungen, Stichwortvergaben (oder -suchen) oder andere Metadatenvergaben fehlen. Prinzipiell stellt sich Frage, ob Adobe nicht in die falsche Richtung gearbeitet hat: Die Bearbeitung von Fotos auf dem unkalibrierten und spiegelglänzendem iPad-Display ist eher Spielerei. Die Auswahl, Ordnung und Verschlagwortung von Fotos ist aber unterwegs mit dem iPad durchaus sinnvoll. Letztlich geht das Konkurrenzprodukt Photosmith einen besseren Weg.

Aber Lightroom Mobile trägt die Versionsnummer 1 und lässt noch Raum für zahlreiche Verbesserungen. Die sollen auch demnächst einfließen, wie die Hamburger Entwickler versicherten. Zunächst aber sollen erst Versionen für Androiden und für Smartphones veröffentlich werden.

 

 

 

Adobe plant Lightroom-Anbindung an das iPad

Tom Hogarty, Lightroom-Produktmanager bei Adobe, zeigte in The Grid eine iOS-Anwendung, auf Lightroom-Daten zugreift und die RAW-Verarbeitung am iPad ermöglicht. In der von Scott Kelby und Matt Kloskowski moderierten Video-Show ließ Hogarty auf einem iPad 2 eine Anwendung laufen, die sich in einem frühen Beta-Stadium befindet und über deren finalen Erscheinungstermin er keine Auskunft geben wollte.

Die technische Basis für „Lightroom for iPad“ sind Adobes Creative Cloud und die neuen Smart-Vorschauen, die bereits in der Beta von Lightroom 5 zu sehen sind: Diese Vorschauen ermöglichen eine Berarbeitung der RAW-Parameter plus eine Bildschirm-Auflösung für die Vorschau, ohne dass die Original-Daten zur Verfügung stehen. Beim Bereitstellen der hochaufgelösten Daten werden die Änderungen von den Vorschauen automatisch übertragen.

Lightroom for iPad greift auf die Smart-Vorschauen zu, die sich in der Creative Cloud befinden. Die endgültige Manipulation der Bilder findet erst dann statt, wenn der Mac oder Windows-Rechner sich die Änderungen aus der Cloud holt. Mit diesem Konzept können selbst hochaufgelöste Bilder auf einem langsamen Tablet bearbeitet werden. Hogartys Fotos waren mit einer Canon EIS 5D Mark III entstanden. Es sei jedoch auch möglich, die Original-Daten auf dem Tablet zu bearbeiten.

Neben der Bearbeitung der Parameter Belichtung, Kontrast, Lichter, Tiefen, Klarheit, Dynamik und Sättigung stehen scheinbar auch Regler für Weißabgleich und mehr zur Verfügung. Details waren nicht zu sehen. Ebenso wenig Funktionen zur Verwaltung und Verschlagwortung der Fotos. Hogarty deutet allerdings an, dass diese ebenfalls integriert werden könnten.

 

Farbmessung im Fotobuchtest

Ab sofort kann Richtigkeit der Farbwiedergabe bei Fotobüchern über ein Messverfahren überprüft werden. Dies ist wichtig, da der Vergleich zwischen den Anbietern über die subjektive Einschätzung auch bei Normlicht subjektiv bleibt.

Im ersten Schritt werden die Hauptfarben automatisiert aus einem Motiv extrahiert und als ideale Farbwerte in die Bilddatei geschrieben. Diese werden als spätere Messfelder mit dem Motiv gedruckt bzw. belichtet.

Aus dem gelieferten Buch werden die Werte über einen Spektralphotometer eingelesen und die Abweichungen vom Ideal ermittelt. Die Messung wird im Lab-Modus durchgeführt und die Ergebnisse können grafisch repräsentiert werden.

 

 

Mit diesem Test können im Prinzip alle gedruckten und belichteten Foto-Produkte überprüft werden.

 

MannDuSaegst.de ist online

Die Website von „Mann Du Sägst“, einem Hamburger Schulungsunternehmen zum Umgang mit der Motorsäge, ist online. Interessenten bekommen unter www.manndusaegst.de einen Einblick in den Umgang mit der Motorsäge, können sich über die Ausbildung an der Motorsäge, Sicherheitsaspekte, Holz und über das Schulungsangebot informieren. Die Texte und Fotos sind von mir, Markenauftritt, Illustration und Layout hat Peter Schumacher entwickelt.

Ad-hoc-Netzwerk zwischen Kamera und iPad herstellen

Dass sich das iPad drahtlos zur Bildkontrolle beim Shooting einsetzen lässt, hat sich bereits herumgesprochen. Beide Geräte ohne Router miteinander zu koppeln und so auch on location arbeiten zu können, erfordert einen Eingriff in die W-Lan-Settings. Hier eine Step-by-step-Anleitung; umzusetzen in 5 Minuten.

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